MENU

Panalpinas Plan B für Bardarbunga

Aug 29, 2014

Die Integrität globaler Lieferketten ist bedroht, wenn Vulkanasche in den Himmel schiesst. Der isländische Vulkan Bardarbunga hat bisher zu keinen Lieferkettenunterbrüchen geführt. Für den Fall, dass der Luftraum wegen eines Ausbruchs gesperrt werden sollte, hält Panalpina Notfallpläne bereit. Das eigene Luftfrachtnetzwerk in Verbindung mit der Charter- und Emergency-Abteilung geben dem Unternehmen die nötige Flexibilität zur Lösung jedes dringlichen Problems. Primäres Ziel ist es, teure Produktionsausfälle zu verhindern, beispielsweise in der Automobil- sowie Öl- und Gasindustrie.

Der meteorologische Dienst Islands hat für Bardarbunga, einem von ungefähr 30 Vulkanen auf Island, heute vorübergehend den Aviatik-Code “rot” herausgegeben. „Rot“ bedeutet, dass ein Ausbruch bevorstehend oder im Gange ist, und dass ein beachtlicher Ausstoss von Asche in die Atmosphäre wahrscheinlich ist. Mittlerweile wurde der Vulkan wieder auf „orange“ herabgestuft, womit die Wahrscheinlichkeit eines Ausbruchs aber immer noch als erhöht betrachtet wird.

 

“Wir sind bestens vorbereitet, um allfällige Unterbrüche von internationalen Lieferketten – vor allem transatlantischer – zu verhindern, sollte der Bardarbunga ausbrechen“, sagt Matthias Frey, der die globale Verantwortung für Panalpinas eigenes Luftfrachtnetzwerk trägt. „Wir haben die Fähigkeiten und die Erfahrung, um mit einer möglichen Luftraumsperre über Europa und Nordamerika umzugehen.“

 

Über den Atlantik führt eine der wichtigsten Luftfrachtrouten der Welt. Sie ist ein zentrales Bindeglied in den Lieferketten vieler internationaler Grosskunden von Panalpina in der Automobil-, Healthcare-, Mode- sowie Öl- und Gasindustrie.

 

Das globale Speditionsunternehmen betreibt in Europa und den USA zwei strategische Luftfracht-Gateways, einen in Luxemburg und einen in Huntsville, Alabama. Sie sind Teil des eigenen Luftfrachtnetzwerks, das bis zu 15% des jährlichen Luftfrachtvolumens von Panalpina abwickelt. Das Netzwerk setzt Frachtflugzeuge ein, um Eil- und Spezialsendungen abzuwickeln. Diese Flugzeuge sind je nach Route und Kundenbedürfnis entweder geleast oder gechartert. Das Netzwerk ist ideal für den Transport von Spezialfracht wie Arzneimittel, medizinische Instrumente, Mikrochips, übergrosse Öl- und Gasanlagen, Hubschrauber, Autos, Autoteile, radioaktive und explosive Fracht sowie hochwertige Güter.

 

„Wir sind in der Luftfracht einzigartig aufgestellt, was uns unerreicht flexibel macht. Um der Gefahr, die von einer möglichen Aschewolke im Norden Europas ausgeht, fernzubleiben, können wir beispielsweise Flüge umleiten“, sagt Frey. Als der isländische Vulkan Eyjafjallajökull im Jahr 2010 ausbrach, demonstrierte Panalpina, zu was das Unternehmen in der Luftfracht fähig ist, indem es alle seine Flüge nach und von Luxemburg innert Tagen und über eine längere Zeit nach Saragossa in Spanien umleitete. Diese beispiellose Aktion hielt wichtige Lieferketten aufrecht. In einem Fall bedeutete es, dass ein grosser europäischer Automobilhersteller nicht gezwungen war, eine seiner wichtigsten Produktionsanlagen zu schliessen.

 

Panalpinas Luftfrachtexperten können nicht nur Start- und Zielflughäfen auf beiden Seiten des Atlantiks schnell ändern, sie können auch zusätzliche Kapazität chartern, die Frequenz von Flügen erhöhen und Weitertransporte auf der Strasse oder in der Luft organisieren – je nach spezifischem Szenario eines Vulkanausbruchs und Kundenbedürfnissen.

 

„Die Launen der Vulkane bringen wir nicht unter Kontrolle. Aber vor vier Jahren, als grosse Teile des europäischen und nordamerikanischen Luftraums gesperrt waren, haben wir bewiesen, dass wir die vielen Flugzeuge in unserem eigenen Luftfrachtnetzwerk zum Nutzen unserer Kunden gezielt steuern können. Und genauso wichtig ist, dass wir auch die Prozesse am Boden, vom Handling der Fracht bis zur Zollabwicklung und dem Strassentransport, im Griff haben. So brechen Lieferketten nicht ab“, sagt Frey.

 

-----

Link

Der meteorologische Dienst Islands stellt eine Karte zur Verfügung, die den aktuellen Status der isländischen Vulkane inklusive Bardarbunga zeigt. Die Karte wird täglich aktualisiert und kann hier eingesehen werden.

 

 

Hinweis für die Redaktion:

 

Transatlantische Erfolgsgeschichte

Panalpina ist die weltweit viertgrösste Luftfrachtanbieterin. Im Jahr 2013 transportierte Panalpina 825 000 Tonnen Luftfracht (+3%). Rund 15% dieses Volumens wickelte das Unternehmen über das eigene Luftfrachtnetzwerk ab. Das Netzwerk nahm 1990 mit dem „Dixie Jet“-Service zwischen Luxemburg und Huntsville, Alabama, den Betrieb auf. Dies war ein bahnbrechender Schritt. Nie zuvor hatte ein Transportunternehmen eine Frachtdienstleistung nach Flugplan zwischen Europa und Nordamerika angeboten. Es war auch Panalpina, die den ersten transatlantischen Frachtflug ausführte, als die amerikanische FAA (Federal Aviation Administration) den Luftraum nach dem 11. September 2001 wieder freigab. Nach dem Ausbruch des isländischen Vulkans Eyjafjallajökull im Jahr 2010, gelang es Panalpina, wichtige Lieferketten aufrechtzuerhalten, indem das Unternehmen die transatlantischen Flüge ihres eigenen Luftfrachtnetzwerks schnell umleitete. Panalpina schreibt ihre transatlantische Erfolgsgeschichte ständig weiter. Seit August dieses Jahres bietet Panalpina einen neuen End-to-End-Service für temperaturgeführte Fracht von Puerto Rico nach Europa an. Der „Caribbean Star“ genannte Service dient der Healthcare-Industrie.

 

 

About Panalpina

The Panalpina Group is one of the world's leading providers of supply chain solutions. The company combines its core products of Air Freight, Ocean Freight, and Logistics to deliver globally integrated, tailor-made end-to-end solutions. Drawing on in-depth industry know-how and customized IT systems, Panalpina manages the needs of its customers' supply chains, no matter how demanding they might be. Energy Solutions is a specialized service for the energy and capital projects sector. The Panalpina Group operates a global network with some 500 offices in more than 75 countries, and it works with partner companies in a further 90 countries. Panalpina employs 15,000 people worldwide who deliver a comprehensive service to the highest quality standards – wherever and whenever.